Zusatz­kranken­ver­sicher­ung

Zusatz­kranken­ver­sicher­ung

Zusatzkrankenversicherung

Die stationäre Krankenzusatzversicherung gehört zu den privaten Krankenzusatzversicherungen und erweitert den Versicherungsschutz gesetzlich krankenversicherter Personen (GKV).
Im Vergleich zum Privatpatienten unterliegt der Kassenpatient einer Reihe an Regularien und Einschränkungen, welche die Möglichkeiten der stationären Behandlung definieren (Regelleistungen).
Dazu zählen beispielsweise:

  • keine freie Krankenhauswahl. Die Behandlung findet i. d. R. im ortsnahen Krankenhaus statt.
  • Behandlung durch den diensthabenden Arzt.
  • keine Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer.
  • Abrechnung nach Kassen-Gebührenordnung (EBM) und nicht nach der privaten Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)
  • Speziell das deutlich verringerte Arzthonorar, das im Rahmen der EBM angesetzt wird, ist einer der entscheidenden Punkte für die umgangssprachliche „Zwei-Klassen-Medizin“.

Kassenpatienten, die eine stationäre Krankenzusatzversicherung abschließen, werden fortan die privatärztlichen Wahlleistungen zuteil. Hierzu zählen die freie Krankenhauswahl sowie die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer. Wichtigstes Merkmal ist aber die Anhebung der Abrechnungsgrenzen beim Arzthonorar. Durch die stationäre Krankenzusatzversicherung wird eine Honorarabrechnung im Rahmen der Gebührenordnung Ärzte (GOÄ), ohne die Beschränkungen, die die Kassenabrechnung mit sich führen würde (Regelleistung), realisiert. Dadurch kann das volle ärztliche Honorar bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnung geltend gemacht sowie alle weiteren anerkannten und zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden angewandt werden. Dem Patienten selbst wird nunmehr eine vollständige, privatärztliche Behandlung zugänglich. Er genießt alle Vorteile eines „echten Privatpatienten“ und kann seine Behandlung vom Chefarzt, ausgewählten Fachärzten oder Spezialisten durchführen lassen. In besonderen, medizinisch notwendigen Fällen und nach Rücksprache mit dem privaten Versicherungsträger werden teilweise auch Arztkosten über den Höchstsätzen der Gebührenordnung Ärzte übernommen (Honorarvereinbarung). Näheres dazu regeln die jeweiligen Versicherungsbedingungen der einzelnen Versicherungsanbieter.

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